Hofstallgasse vor dem Großen Festspielhaus in Salzburg
25.–30. MÄRZ 2027 · SALZBURG

60 Jahre Osterfestspiele Salzburg

»Die Walküre« · »Missa solemnis« · »Messiah« · Berliner Philharmoniker

Im März 1967 wagte Herbert von Karajan etwas Unerhörtes: Er gründete ein eigenes Festival für sein eigenes Orchester und eröffnete es mit Wagners »Walküre«. Sechzig Jahre später erklingt das Werk wieder. Kirill Petrenko dirigiert die Berliner Philharmoniker, und Lise Davidsen singt erstmals die Brünnhilde. Zuvor hören wir am Karfreitag Lisa Batiashvili mit Sibelius’ Violinkonzert, am Karsamstag Beethovens »Missa solemnis« und am Ostersonntag Händels »Messiah«. Dazwischen entdecken wir Salzburgs verborgene Schätze.

Die vier Vorstellungen stehen zur Wahl: Sie buchen die Eintrittskarten der 1. Kategorie einzeln zur Reise hinzu – für einen, mehrere oder alle Abende.

DO · 25.03. · GRÜNDONNERSTAG
Ankunft
Begrüßungsumtrunk, anschließend gemeinsames Abendessen in einem ausgewählten Restaurant.
FR · 26.03. · KARFREITAG
Karajans Salzburg
Mittags Führung durch das Archiv der Salzburger Festspiele. Am Abend Orchesterkonzert mit Lisa Batiashvili.
SA · 27.03. · KARSAMSTAG
Rupertuskreuz und Missa
Mittags Führung durch Dommuseum und Museum St. Peter. Am Abend Beethovens »Missa solemnis«.
SO · 28.03. · OSTERSONNTAG
Kelten und Halleluja
Ausflug nach Hallein mit Führung im Keltenmuseum. Am Abend Händels »Messiah«.
MO · 29.03. · OSTERMONTAG
Sechzig Jahre Walküre
Vormittags Privatführung durch Sattlers Salzburg-Panorama. Am Nachmittag »Die Walküre« in der Felsenreitschule.
DI · 30.03.
Abreise
Frühstück im Hotel, individuelle Rückreise.
I · BEGLEITPROGRAMM

Salzburgs verborgene Schätze

Mirabellgarten mit Blick auf Dom und Festung
Der Mirabellgarten, gleich gegenüber unserem Hotel.
Ankunft am Mirabellgarten

Am Gründonnerstag, 25.3.27, checken Sie im IMLAUER Palais Mirabell ein, unserem Zuhause für fünf Nächte. Gleich gegenüber liegt der Mirabellgarten, in dem Julie Andrews 1964 mit den Trapp-Kindern ihr »Do-Re-Mi« drehte. Am Abend begrüße ich Sie mit einem Umtrunk; anschließend essen wir gemeinsam in einem ausgewählten Restaurant und stimmen uns auf das Jubiläum ein.

Dauerausstellung im Archiv der Salzburger Festspiele
Die Dauerausstellung im Archiv der Salzburger Festspiele.
Archiv der Salzburger Festspiele

Am Karfreitag öffnet uns das Festspielarchiv seine Türen. Die Führung folgt auch den Spuren Herbert von Karajans durch ein Jahrhundert Festspielgeschichte. Am Abend hören wir das Orchesterkonzert mit Lisa Batiashvili im Großen Festspielhaus.

Das Rupertuskreuz im Dommuseum Salzburg
Das frisch restaurierte Rupertuskreuz aus dem 8. Jahrhundert.
Dommuseum und Museum St. Peter

Am Karsamstag führe ich Sie hoch über den Seitenkapellen des Doms zum Rupertuskreuz, dem größten erhaltenen Metallkreuz des Frühmittelalters, und durch die Galerie der Fürsterzbischöfe nach St. Peter. Wer möchte, nutzt den Tag stattdessen zum Bummeln. Abends erklingt Beethovens »Missa solemnis«.

Das Keltenmuseum Hallein an der Salzach
Das Keltenmuseum, 1654 als Salinenverwaltung von Hallein erbaut.
Hallein und das Keltenmuseum

Am Ostersonntag fahren wir ins nahe Hallein, wo die Kelten am Dürrnberg Salz abbauten. Im Keltenmuseum sehen wir die 2.500 Jahre alte Schnabelkanne vom Dürrnberg. Abends erklingt Händels »Messiah«.

Sattlers Salzburg-Panorama in der Rotunde der Orangerie
Sattlers Salzburg-Panorama in der neuen Rotunde der Orangerie.
Sattlers Salzburg-Panorama

Am Ostermontag erwartet uns in der Orangerie, wenige Schritte vom Hotel, eine Privatführung durch das gut 25 Meter lange Rundbild von 1829. Alternativ genießen Sie einen freien Mittag bei Salzburger Nockerln und einer Melange. Um 16 Uhr beginnt »Die Walküre« in der Felsenreitschule.

II · ORCHESTERKONZERT IM GROSSEN FESTSPIELHAUSZUR WAHL

Debussy · Sibelius · Mussorgski

Debussys »Prélude à l'après-midi d'un faune« beginnt mit einer Flötenlinie, die 1894 die Grenzen der Tonalität aufweichte und als Beginn der modernen Musik gilt. Im Zentrum des Abends steht Sibelius' Violinkonzert von 1905 — das einzige Konzert des Komponisten, ein Werk aus nordischer Weite und dunkler Glut, das seiner Solistin alles abverlangt. Zum Schluss erklingt Mussorgskis »Bilder einer Ausstellung« in Maurice Ravels Orchestrierung, die aus dem Klavierzyklus ein Farbenkabinett macht.

Die Solistin ist Lisa Batiashvili, die mit Sibelius' Konzert einst ihren internationalen Durchbruch erlebte; am Pult steht der israelische Dirigent Lahav Shani, seit 2026 Chefdirigent der Münchner Philharmoniker.

BESETZUNG · KARFREITAG 26. MÄRZ 2027, 19.00 UHR
Dirigent — Lahav Shani
Violine — Lisa Batiashvili
Claude Debussy — »Prélude à l'après-midi d'un faune«
Jean Sibelius — Violinkonzert in d-Moll op. 47
Modest Mussorgski — »Bilder einer Ausstellung«, Orchesterfassung von Maurice Ravel
Berliner Philharmoniker · Großes Festspielhaus
Lisa Batiashvili mit Violine

Lisa Batiashvili spielt Sibelius' Violinkonzert.

III · KONZERT IM GROSSEN FESTSPIELHAUSZUR WAHL

Beethoven — Missa solemnis

Beethoven arbeitete fünf Jahre an der Missa solemnis und nannte sie sein gelungenstes Werk. Sie sprengt jeden liturgischen Rahmen: Das Credo türmt sich zu einer Fuge, die keine Rücksicht auf Sängerkehlen nimmt, und im Agnus Dei brechen Trompeten und Trommeln in die Bitte um Frieden ein — Krieg mitten im Gebet. Über die Partitur schrieb Beethoven, es möge vom Herzen zu Herzen gehen.

Das Werk verlangt Sänger, die über anderthalb Stunden gegen ein volles Orchester bestehen: Der Sopran muss im Gloria und Credo mehrfach bis zum hohen B, das Quartett tritt nie als Arien-Solisten hervor, sondern bildet einen zweiten, kleineren Chor. Golda Schultz und Wiebke Lehmkuhl gehören zu den gefragtesten Stimmen im geistlichen Repertoire; der Rundfunkchor Berlin, seit 2015 von Gijs Leenaars geleitet, zählt zu den führenden Konzertchören Europas. Ein Höhepunkt ist das Benedictus, in dem eine Solovioline aus der Höhe herabsteigt und den ganzen Satz über die Singstimmen umspielt – ein Solo, das traditionell der Konzertmeister der Philharmoniker übernimmt.

BESETZUNG · KARSAMSTAG 27. MÄRZ 2027, 19.00 UHR
Dirigent — Kirill Petrenko
Choreinstudierung — Gijs Leenaars
Sopran — Golda Schultz
Mezzosopran — Wiebke Lehmkuhl
Tenor — Sebastian Kohlhepp
Bass — David Steffens
Chor — Rundfunkchor Berlin
Orchester — Berliner Philharmoniker
Ludwig van Beethoven: Missa solemnis in D-Dur op. 123 · Großes Festspielhaus
Kirill Petrenko am Pult

Kirill Petrenko, Chefdirigent der Berliner Philharmoniker.

IV · ORATORIUM IM GROSSEN FESTSPIELHAUSZUR WAHL

Händel — »Messiah«

Händel schrieb den »Messiah« im Spätsommer 1741 in gut drei Wochen. Charles Jennens hatte ihm ein Libretto ohne Rollen und ohne Handlung zusammengestellt, ausschließlich aus Bibelversen: Der erste Teil gilt Prophezeiung und Geburt, der zweite Passion und Auferstehung, der dritte der Erlösung. Händel antwortete mit seinem ganzen Opernhandwerk – mit Accompagnato-Rezitativen, Da-capo-Arien und Chören, die wie im »Hallelujah« oder im abschließenden »Amen« zu großen Fugen anwachsen. Emmanuelle Haïm, ausgebildete Cembalistin, gründete 2000 ihr Ensemble Le Concert d’Astrée und gilt als eine der maßgeblichen Händel-Interpretinnen unserer Zeit. Mit den Berliner Philharmonikern verbindet sie eine lange Zusammenarbeit; ihr eigener Chor bringt den beweglichen, schlanken Klang der Barockpraxis mit. Unter den Solisten ragt die französische Koloratursopranistin Sabine Devieilhe heraus.

BESETZUNG · OSTERSONNTAG 28. MÄRZ 2027, 19.00 UHR
Dirigentin — Emmanuelle Haïm
Chor — Choeur du Concert d'Astrée
Sopran — Sabine Devieilhe
Countertenor — Carlo Vistoli
Tenor — Eric Ferring
Bass — William Thomas
Georg Friedrich Händel: Messiah, Oratorium in drei Teilen (1742) · Berliner Philharmoniker · Großes Festspielhaus
Zuschauerraum des Großen Festspielhauses in Salzburg

Das Große Festspielhaus, Spielort der Konzerte.

V · OPER IN DER FELSENREITSCHULEZUR WAHL

Wagner — »Die Walküre«

Der erste Tag des »Ring des Nibelungen« beginnt mit einem Sturm und einer Tür, die aufgestoßen wird: Siegmund findet Zuflucht im Haus seines Feindes und erkennt in Sieglinde die verlorene Zwillingsschwester. Was daraus folgt, bringt die Ordnung der Götter ins Wanken. Wotan muss den eigenen Sohn dem Tod überlassen, und Brünnhilde — die Tochter, die ihm am nächsten steht — widersetzt sich ihm zum ersten Mal aus Mitleid. Der lange Abschied der beiden am Ende des dritten Akts ist die vielleicht menschlichste Szene, die Wagner geschrieben hat.

Musikalisch ist »Die Walküre« der Teil des »Ring«, in dem Wagners Leitmotivtechnik zum ersten Mal ihre volle Wirkung entfaltet: Motive wie das Schwert, Wälsungenliebe oder Wotans Unmut verwandeln sich mit der Handlung und erzählen, was die Figuren nicht aussprechen. Salzburg zeigt 2027 das zweite Jahr des neuen »Ring« in der Regie von Kirill Serebrennikov, am Pult Chefdirigent Kirill Petrenko mit den Berliner Philharmonikern. Die Norwegerin Lise Davidsen, deren Sopran in Größe und Leuchtkraft mit Kirsten Flagstad und Birgit Nilsson verglichen wird, gibt ihr Rollendebüt als Brünnhilde. Gespielt wird in der Felsenreitschule, deren in den Konglomeratfelsen geschlagene Arkaden jedem Bühnenbild ein zweites, älteres gegenüberstellen.

BESETZUNG · OSTERMONTAG 29. MÄRZ 2027, 16.00 UHR
Musikalische Leitung — Kirill Petrenko
Inszenierung, Bühne, Kostüme — Kirill Serebrennikov
Brünnhilde — Lise Davidsen
Wotan — Christopher Maltman
Siegmund — Jamez McCorkle
Sieglinde — Christina Nilsson
Hunding — Brindley Sherratt
Fricka — Catriona Morison
Orchester — Berliner Philharmoniker
Neuinszenierung · in deutscher Sprache · Felsenreitschule
Lise Davidsen

Lise Davidsen singt erstmals die Brünnhilde.

VI · UNSERE UNTERKUNFT

IMLAUER Palais Mirabell

Fünf Nächte wohnen wir im IMLAUER Palais Mirabell am Mirabellplatz. Das einstige Stadtpalais der Familie Lodron wurde 1908 im Jugendstil erneuert und im Frühjahr 2026 nach umfassender Renovierung wiedereröffnet. Ihr Deluxe-Zimmer wurde 2026 neu gestaltet, und keines gleicht dem anderen. Paare, die etwas mehr Raum wünschen, wählen eine der wenigen Suiten: die Deluxe Suite mit 30 m² oder die Palais Suite mit bis zu 40 m².

Gegenüber liegen Schloss Mirabell und der Mirabellgarten, das Mozart-Wohnhaus ist drei Gehminuten entfernt. Zu den Festspielhäusern sind es über den Marko-Feingold-Steg rund 900 Meter, zu Fuß etwa eine Viertelstunde. Das Frühstücksbuffet wird im historischen Gewölbe der Brasserie Mirabell serviert.

Deluxe Doppelzimmer im IMLAUER Palais Mirabell

Deluxe Doppelzimmer im IMLAUER Palais Mirabell.

VII · IHRE REISE IM ÜBERBLICK

Enthaltene Leistungen

  • Begrüßungsumtrunk und gemeinsames Abendessen am Ankunftsabend
  • Fünf Übernachtungen im IMLAUER Palais Mirabell inkl. Frühstück
  • Führung durch das Archiv der Salzburger Festspiele
  • Private Führung durch Dommuseum und Museum St. Peter
  • Ausflug nach Hallein mit Führung im Keltenmuseum
  • Private Führung durch Sattlers Salzburg-Panorama in der Orangerie
  • Transfer nach Hallein und zu den Spielstätten auf Wunsch
  • Persönliche Reisebegleitung durch Claudio Lieberwirth

Reisepreis pro Person

  • im Deluxe-Zimmer zur Doppelnutzung3.190 €
  • im Deluxe-Zimmer zur Einzelnutzung3.860 €
  • in der Deluxe Suite zur Doppelnutzung3.450 €
  • in der Palais Suite zur Doppelnutzung3.650 €

Suiten nur in begrenzter Zahl.

Eintrittskarten zur Wahl

Eintrittskarten der 1. Kategorie, je Person einzeln zubuchbar.*

  • FR · 26.03. · KARFREITAG
    Orchesterkonzert mit Lisa Batiashvili · 312 €
  • SA · 27.03. · KARSAMSTAG
    Beethovens »Missa solemnis« · 325 €
  • SO · 28.03. · OSTERSONNTAG
    Händels »Messiah« · 325 €
  • MO · 29.03. · OSTERMONTAG
    Wagners »Die Walküre« · 676 €

* Die Kartenpreise liegen über den offiziellen Preisen der Osterfestspiele: Sie enthalten eine Gebühr für das exklusive Vorkaufsrecht. Unsere Sitzplätze werden im freien Verkauf nicht angeboten.

Nicht enthalten: An- und Abreise, Eintrittskarten (einzeln zubuchbar), nicht aufgeführte Mahlzeiten, Getränke, Trinkgelder. Die Reise ist für mind. 10 und max. 20 Teilnehmer konzipiert. Programm-, Spielplan- und Besetzungsänderungen vorbehalten.

VIII · ANMELDUNG

Online anmelden

Ich/Wir melde/n mich/uns zur Kulturreise »60 Jahre Osterfestspiele Salzburg« von Donnerstag, 25. März bis Dienstag, 30. März 2027 (fünf Übernachtungen) verbindlich an. Nach Eingang Ihrer Anmeldung erhalten Sie die Reisebestätigung.

1. REISENDE/R
2. REISENDE/R (OPTIONAL)
ZIMMER*
EINTRITTSKARTEN DER 1. KATEGORIE · ANZAHL
* Pflichtfeld. Der Reisevertrag kommt erst mit Zugang meiner Reisebestätigung zustande. Ihre Daten verwende ich nur zur Durchführung der Reise; Näheres in der Datenschutzerklärung.
Reisen Sie mit uns nach Salzburg — 25. bis 30. März 2027.

Die ausführliche Reisebeschreibung erhalten Sie gern auf Anfrage. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmelden können Sie sich direkt online.

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