Die Osterfestspiele Salzburg feiern 2027 ihr sechzigstes Jahr — gegründet 1967 von Herbert von Karajan, seit 2013 wieder mit den Berliner Philharmonikern als Residenzorchester. Wir reisen in die zweite Festivalhälfte und hören vier Abende: ein Orchesterkonzert unter Lahav Shani, Beethovens Missa solemnis zum 200. Todestag des Komponisten unter Kirill Petrenko, ein Händel-Chorkonzert unter Emmanuelle Haïm — und »Die Walküre« in der Felsenreitschule, den zweiten Teil des neuen »Ring«, in dem Lise Davidsen erstmals die Brünnhilde singt. Wohnen werden wir im IMLAUER Palais Mirabell, direkt gegenüber dem Mirabellgarten.
Das Rahmenprogramm für die Tage zwischen den Konzerten wird derzeit noch ausgearbeitet. Vorgestellt ist hier zunächst das musikalische Programm.
Debussy · Prokofjew · Mussorgski
Debussys »Prélude à l'après-midi d'un faune« beginnt mit einer Flötenlinie, die 1894 die Grenzen der Tonalität aufweichte und als Beginn der modernen Musik gilt. Im Zentrum des Abends steht Prokofjews Drittes Klavierkonzert von 1921 — ein Werk voller rhythmischer Schärfe, Ironie und plötzlicher Lyrik, das seinen Solisten in ständiger Bewegung hält. Zum Schluss erklingt Mussorgskis »Bilder einer Ausstellung« in Maurice Ravels Orchestrierung, die aus dem Klavierzyklus ein Farbenkabinett macht.
Am Klavier sitzt Martha Argerich, seit sechs Jahrzehnten eine der unverwechselbarsten Pianistinnen ihrer Zeit; am Pult steht der israelische Dirigent Lahav Shani, seit 2026 Chefdirigent der Münchner Philharmoniker.
Martha Argerich spielt Prokofjews Drittes Klavierkonzert.
Beethoven — Missa solemnis
Beethoven arbeitete fünf Jahre an der Missa solemnis und nannte sie sein gelungenstes Werk. Sie sprengt jeden liturgischen Rahmen: Das Credo türmt sich zu einer Fuge, die keine Rücksicht auf Sängerkehlen nimmt, und im Agnus Dei brechen Trompeten und Trommeln in die Bitte um Frieden ein — Krieg mitten im Gebet. Über die Partitur schrieb Beethoven, es möge vom Herzen zu Herzen gehen.
Zum 200. Todestag des Komponisten führen Kirill Petrenko und die Berliner Philharmoniker das Werk gemeinsam mit dem Rundfunkchor Berlin auf.
Kirill Petrenko, Chefdirigent der Berliner Philharmoniker.
Händel
Am Sonntagabend gehört das Große Festspielhaus Händel. Emmanuelle Haïm, eine der prägendsten Dirigentinnen der historisch informierten Praxis, bringt den Choeur du Concert d'Astrée mit — ihr eigenes Ensemble — und musiziert mit den Berliner Philharmonikern. Zum Solistenquartett zählen Sabine Devieilhe und der Countertenor Carlo Vistoli.
Das Große Festspielhaus, Spielort der Konzerte.
Wagner — »Die Walküre«
Der erste Tag des »Ring des Nibelungen« beginnt mit einem Sturm und einer Tür, die aufgestoßen wird: Siegmund findet Zuflucht im Haus seines Feindes und erkennt in Sieglinde die verlorene Zwillingsschwester. Was daraus folgt, bringt die Ordnung der Götter ins Wanken. Wotan muss den eigenen Sohn dem Tod überlassen, und Brünnhilde — die Tochter, die ihm am nächsten steht — widersetzt sich ihm zum ersten Mal aus Mitleid. Der lange Abschied der beiden am Ende des dritten Akts ist die vielleicht menschlichste Szene, die Wagner geschrieben hat.
Salzburg zeigt 2027 das zweite Jahr des neuen »Ring« in der Regie von Kirill Serebrennikov, am Pult Chefdirigent Kirill Petrenko mit den Berliner Philharmonikern. Lise Davidsen gibt ihr Rollendebüt als Brünnhilde. Gespielt wird in der Felsenreitschule, deren in den Konglomeratfelsen geschlagene Arkaden jedem Bühnenbild ein zweites, älteres gegenüberstellen.
Lise Davidsen singt erstmals die Brünnhilde.
IMLAUER Palais Mirabell
Wir wohnen im IMLAUER Palais Mirabell am Mirabellplatz 8, dem früheren Hotel am Mirabellplatz. Das Haus wurde Mitte des 17. Jahrhunderts im Auftrag von Fürsterzbischof Paris Lodron als Stadtpalais erbaut und 2026 von der Salzburger Familie Imlauer vollständig renoviert; seit März 2026 empfängt es wieder Gäste. Historische Substanz und zeitgemäßes Design gehen dort zusammen, Mittelpunkt ist die neue Lobby.
Die Lage ist für diese Reise ideal: Schloss Mirabell und der Mirabellgarten liegen gegenüber, das Mozart-Wohnhaus und die Linzergasse wenige Schritte entfernt, zum Großen Festspielhaus und zur Felsenreitschule sind es rund fünfzehn Gehminuten über die Salzach. Wir sind in Deluxe Doppelzimmern untergebracht; das Frühstück und die Brasserie Mirabell befinden sich im Haus.
Deluxe Doppelzimmer im IMLAUER Palais Mirabell.
Enthaltene Leistungen
- Willkommensdinner am Ankunftsabend
- Fünf Übernachtungen im IMLAUER Palais Mirabell inkl. Frühstück
- Eintrittskarte/n der 1. Kategorie für das Orchesterkonzert mit Martha Argerich am 26. März
- Eintrittskarte/n der 1. Kategorie für Beethovens Missa solemnis am 27. März
- Eintrittskarte/n der 1. Kategorie für das Chorkonzert mit Händel am 28. März
- Eintrittskarte/n der 1. Kategorie für R. Wagners »Die Walküre« am 29. März
- Einführungsmatinee zu »Die Walküre« am 29. März im Solitär der Universität Mozarteum
- Pausenumtrunk an den Festspielabenden
- Abschlussdinner
Das Rahmenprogramm für die Tage zwischen den Konzerten wird derzeit noch ausgearbeitet; die Liste enthält zunächst das musikalische Programm.